Unterstützte Kommunikation an der Fröbel-Schule

Die Arbeit im Bereich der Unterstützten Kommunikation (UK) an der Fröbel Schule ist getragen  von der sehr guten Zusammenarbeit zwischen der Schule und den Sprach­therapeutinnen der Schule. Gemeinsam arbeiten wir an der ständigen Weiterent­wicklung und Fortbildung in diesem immer noch recht neuen Zeig unserer pädago­gischen Arbeit.

Stand früher die bestmögliche Versorgung des einzelnen Kindes  im Zentrum der Arbeit, so hat sich die Blickrichtung heute erweitert. Hinzugekommen ist das Bemühen, möglichst viele Kooperationspartner im „System“ mitzunehmen und ein UK-freund­liches Klima auf einer möglichst breiten Basis aufzubauen. Dazu war es unerlässlich, zunächst zu identifizieren, wer die Kommunikations- und Kooperations­partner bei der gemeinsamen UK-Arbeit sind und welche Aufgaben ihnen zukommen.

Neben den SprachtherapeutInnen und  LehrerInnen sind dies natürlich vor allem die Eltern (Großeltern/ Verwandte). Sehr wichtige Kooperationspartner sind auch die Integ­rationshelferInnen (Schul- begleiterInnen), die in der täglichen Arbeit viel Zeit mit einzel­nen SchülerInnen verbringen und viele Kommunikationsgelegenheiten nutzen können. Eltern und I-Helfer bewusst und systematisch einzubeziehen, hat für die unterstützt kommunizierenden SchülerInnen wichtige Kommunikations- und Lernmöglichkeiten eröffnet. Dazu bietet die Schule regemäßig Gebärdenkurse für Eltern und I-Helfer an. In einem Einführungskurs   zur UK haben alle IHelfer die Gelegengeit, das Thema Kommuni-   ka­tion sehr praxisbezogen unter dem Blickwinkel UK zu beleuchten.  

Im Sinne des Partizipationsgedankens sind natürlich die MitschülerInnen zentrale und wichtige Kommunikationspartner. Aber auch sie müssen in den Lernprozess eingebun­den werden, müssen UK- Methoden kennenlernen und einüben, damit Kommunikation zwischen den SchülerInnen auch tatsächlich gelingt. Daher gilt das Prinzip, Methoden der UK  allen Schülern und SchülerInnen anzubieten. Lehrer und Lehrerinnen verwenden Gebärden im Unterricht und nicht nur  in der Ansprache einzelner Kinder. Große Kom­munikationstafeln hängen in einigen Klassen und werden im Gruppen- unterricht ver­wendet und sind nicht nur Hilfsmittel für Einzelne. So ist die Akzeptanz gegenüber Gebärden und Symbol- systeme innerhalb der Schulgemein­schaft gewachsen. Die Bereitschaft und die Freude, diese Hilfsmittel anzuwenden und die Fähigkeiten als Kommunikationspartner adäquat reagieren zu kön- nen, sind im Laufe der Zeit stetig gewachsen.

METACOM Symbole © Annette Kitzinger