Chronik der Schule

1968
Am 1.10.1968 gründet der Kreis Moers mit Unterstützung der Lebenshilfe e.V. in 414 Rheinhausen, Moerser Str. 26, eine Tagesbildungsstätte. Hier wurden Kinder und Jugendliche gefördert, deren Entwicklungsstand und Lernverhalten erheblich unter der altersgemäßen Erwartungsnorm lag, so dass sie in anderen Schulformen nicht hinreichend beschult werden konnten.
Die Tagesbildungsstätte in Rheinhausen war eine schulische Ganztagseinrichtung, d.h. die Kinder und Jugendlichen wurden rd. 40 Stunden pro Woche in der Zeit von 8.00 – 16.00 Uhr gefördert.
Unter der Leitung von Frau Gerhild Kühnen wurden zunächst 2 Gruppen mit insgesamt 24 Kindern im Alter von ca. 10 – 15 Jahre eingerichtet, die von den Erzieherinnen Frau Scherbeck und Frau Kolacek betreut wurden.

1970
1970 übernahm Frau Margot Kaufhold / Sicher – die Leitung der Tagesbildungsstätte und die Einrichtung wurde auf insgesamt 4 Gruppen mit je 12 Kindern erweitert. In dieser Zeit unterrichtete Herr Richter als Sonderschullehrer für Lernbehinderte 1 x die Woche die Kinder der Tagesbildungsstätte.
Mangels geeigneter Literatur und Arbeitsmaterialien für geistig Behinderte war die Montessori-Pädagogik zunächst richtungsweisend. Im selben Jahr wurden auf dem Gelände 2 Pavillons errichtet, in denen unter der Leitung von Herrn Veeh die Anlernwerkstatt mit zwei Jungen- und einer Mädchengruppe untergebracht wurden. Insgesamt wurden hier zunächst ca. 35 Jugendliche von 2 Gruppenleitern gefördert.
Im Juni 1971 kam eine weitere Gruppenleiterin hinzu. Die Anlernwerkstatt mit Jugendlichen im Alter von 16 – 25 Jahren entsprach im Wesentlichen der heutigen Berufspraxisstufe. Ende 1974 verfügte die Einrichtung über ca. 14 Mitarbeiter-/innen, die ca. 75 Kinder und Jugendliche beschulten.

1971
Gisela Neumann fängt am 01.09.1971 an der Tagesstätte an.

1972
Ellen Römer fängt am 01.04.1972 an der Tagesstätte an.

1975
Zum 1. Januar 1975 wurde der Kreis Moers im Zuge des zweiten Neugliederungsprogramms in den neuen Kreis Wesel eingegliedert mit Ausnahme der ehemaligen Städte Rheinhausen, Homberg sowie der ehemaligen Gemeinde Rumeln-Kaldenhausen, die heute Ortsteile der kreisfreien Stadt Duisburg sind. Im Zuge dieser kommunalen Neugliederung entstand aus der Tagesbildungsstätte und der Anlernwerkstatt die  Städtische Schule für Geistigbehinderte Duisburg, (Sonderschule), Kranichstraße, Außenstelle Rheinhausen.  Die Zuständigkeit ging auf die Stadt Duisburg über und die Leitung übernahm Herr Bauerfeld.

1977
Die Stadt Duisburg war Träger von 4 Sonderschulen für Geistigbehinderte mit insgesamt 522 Schülerinnen und Schüler, die sich auf die einzelnen Schulen wie folgt verteilten:
– Ruhrort, Bergiusstraße =  107
– Meiderich, Gartroper Straße  = 126
– Beeck, Am Rönsbergerhof  = 132
– Wanheimerort, Kranichstraße = 157

Zur Sonderschule Kranichstraße gehörten 2 Filialen, darunter die in Rheinhausen, Moerser Straße 26 mit 59 Schülern. Im April 1977 erfolgte der Umzug von Rheinhausen nach Rumeln-Kaldenhausen in die Schule „Am Kreuz“, Düsseldorfer Str. 148.
In der neuen Schule begann der erste Schultag am 18.4.1977. Kommissarische Leiterin der Sonderschule wurde Gisela Lücke.

1978
Die Sonderschule wurde zum 1.8.1978 selbstständig und war nun allein zuständig für Schülerinnen und Schüler in Duisburg West. Das Einzugsgebiet erweiterte sich um betreffende Kinder aus Homberg und Baerl, die bisher in der Ruhrorter Schule unterrichtet worden waren. Frau Ursula Maushake übernahm zunächst  kommissarisch die Schulleitung.
Der im April gegründete“ Verein zur Unterstützung geistig behinderter Kinder Rheinhausen“ führte als erste Veranstaltung zur finanziellen und ideellen Unterstützung dieser Kinder im Volksparkstadion in Rheinhausen ein Fußballturnier durch. Acht Mannschaften, darunter die Feuerwehr, die Polizei sowie Betriebssportgemeinschaften spielten mit. Die Pokale gewannen Eintracht Rheinhausen und die Mannschaft von Opel Franken.

1981
Im April 1981 erfolgte der Umzug von der Düsseldorfer Str. 148 zur Friedrich-Fröbel-Schule, Ulmenstr. 15. Gleichzeitig wurde ab diesem Zeitpunkt der Name der Schule übernommen: Friedrich-Fröbel-Schule, Sonderschule für Geistigbehinderte. Erster Schultag in der neuen Schule war der 27.4.1981

1982
Gründung des Fördervereins: „Verein der Freunde und Förderer der Friedrich- Fröbel-Schule“ unter dem 1. Vorsitzenden von Herrn van Ommen.

1986
Im Mai 1986 fand auf dem Hof der Schule erstmals gemeinsam mit den Behinderten Schülerinnen und Schülern und deren Angehörigen ein Motorrad-Gottesdienst unter Leitung von Pfarrer Günther Zoch statt. Der Erlös aus diesem Gottesdienst sowie einem Fußballturnier der evangelischen Gemeinde Rumel-Kaldenhausen kam der Schule zugute. Bis zum tragischen Unfalltod von Pfarrer Günther Zoch im Juli 1997 wurde dieser Motorradgottesdienst zu Gunsten der Schule dann jährlich auf dem Rumelner Marktplatz durchgeführt.
Am 08.09.1986 wird Armin Hullmann Konrektor der Fröbel-Schule.

1995
Anfang Juni 1995 besuchte  die damalige „First Lady“ Christiane Herzog zusammen mit Duisburgs Oberbürgermeister Josef Krings die Friedrich- Fröbel-Schule. Die Gattin des damaligen Bundespräsidenten wollte eine Schule für geistig Behinderte kennen lernen. Der Kontakt zur Schule war über den Kollegen Bruno Otterbach zustande gekommen. Frau Herzog zeigte sich sehr beeindruckt von der Arbeit der Schule und bedankte sich mit einer Gegeneinladung ins Berliner Schloß Bellevue.

1997
Aufgrund großzügiger Spenden konnte im Mai 1997 eine viertägige Fahrt nach Berlin finanziert werden. Für drei Lehrerinnen und 10 Schülerinnen und Schüler war der absolute Höhepunkt dieser Reise der Empfang bei Christiane Herzog.

1998
Am 10.08.1998 wird Karl-Heinz Ohms mit der Leitung der Schule betraut.

1999
Angelika Blümel organisiert die erste Parisfahrt mit Schülerinnen und Schülern der Schule.

2000
Im Juni 2000 bekam die Friedrich-Fröbel-Schule einen neuen Spielplatz mit Wasserbahn und Weidenzelt.

2001
Dank der Hilfe von Sponsoren und des Einsatzes von Herrn Karl-Heinz Ohms wurde der Schule im August 2001 ein neuer Schulbus übergeben. Der „Jumpy“, ein nagelneuer Neunsitzer sorgte ab jetzt für die nötige Mobilität.

Fertigstellung des Pflegeraumes im Erdgeschoss, endlich können pflegebedürftige in angenehmer Atmosphäre versorgt werden.

2002
Auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung konnte die Friedrich-Fröbel-Schule im Mai 2002 erstmalig mit Computern ausgestattet werden. Die „Medienecke“ dient dem Ziel, den Schülerinnen und Schüler den Zugang zur Arbeit mit neuen Medien zu schaffen, im Internet zu surfen und sich damit Grundkenntnisse in diesem Bereich anzueignen.

2005
Fertigstellung des Schulhofes mit Schaukeln, Sitzschlange, Container für Fahrräder, Bäumen etc.

2006
Ende 2006 wird am Klassentrakt eine Evakuierungsrutsche angebracht, die Schülerinnen und Schüler üben mit viel Spaß den „Notfall“.

2007
Umbenennung in „Städtische Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung“. Am 19.9.2007 wird der Schule von Sponsoren ein zweiter Schulbus übergeben.

2009
Die Schule erhält am 2.4.2009 für den Schulbus einen Anhänger.

2010
Umzug der Schule nach Rheinhausen zum Paschacker in den Herbstferien.

2016
Für die Schülerinnen und Schüler durften 25 iPads angeschafft werden. Dadurch wurden neue multimediale Möglichkeiten der Medienerziehung ermöglicht.